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Frequently Asked Fragen (Q...)  an den TEXT IMAGE MUSIC Gründer Florian Stenschke:

Wer ist TEXT IMAGE MUSIC?


Ein nettes, junges, unhabhängiges Team, das ich koordinieren darf. Wir arbeiten mit einem Lächeln.

Sucht TEXT IMAGE MUSIC Schriftsteller, Musiker, Hörbuch- und Filmemacher?

Ja! Wir sind anspruchsvoll und offen für alle neuen Stile und kulturelle Entwicklungen. Wir sind immer auf der Suche nach neuen interessanten Künstlern, deren Arbeiten wir weiterreichen können. Wer interessiert ist, kann uns gerne eine E-Mail schreiben.

Was bedeutet Dir Kultur?


Freiheit, Menschlichkeit im positiven Sinn, Toleranz, Vielfalt, Möglichkeit, Erfahrung. Ein Leben ohne Literatur, bildende Kunst, Filme und Musik kann ich mir nicht vorstellen. Es ist natürlich ein Luxus, den wir uns mit Kultur gönnen, denn es gibt Menschen mit ganz anderen Sorgen. Deshalb genieße ich Kunst und Kultur ganz bewusst und hoffe, dass auch viele andere Menschen durch Kunstwerke dazu angeregt werden, genauer nachzudenken, auch selbstkritischer zu werden und die Welt als Ganzes zu betrachten. Dann kann Kultur dazu beitragen, die Welt lebenswerter zu machen.

Warum hat Du TEXT IMAGE MUSIC gegründet?

Wir haben eine Plattform geschaffen, die wir uns gerne gewünscht hätten, die es aber noch nicht gab. Hier können wir uns als Kulturgourmets austoben, Texte, visuelle Kunst und Musik entdecken und weiterreichen.

Was macht Dir an TEXT IMAGE MUSIC am meisten Spaß?

Ich habe das große Vergnügen, mit wunderbaren Kollegen zusammen arbeiten zu können. Wir arbeiten nur eng mit den Menschen zusammen, mit denen wir uns menschlich sehr gut verstehen. Wir verschwenden keine Energie an unangenehme oder zu uns unpassende Menschen, wie andere Firmen das tun. Wir verkaufen nicht unsere Seelen, denn wir machen, was uns innerlich erfüllt: schöne Kultur, schöne Ideen, schöne Formen und Ausdrucksweisen entdecken und diese kommunizieren. Damit beglücken wir uns und unser Publikum.

Worin besteht die Chemie im TEXT IMAGE MUSIC Team?

Wir sind uns alle sehr verschieden, aber das setzt viel Energie frei. Das dynamische Brainstorming funktioniert unheimlich gut, eine Idee führt zur nächsten, wir schaukeln uns da gegenseitig hoch.

Wie ist Eure Arbeitsweise?

Die ist sehr offen angelegt. Im Team besprechen wir aktuelle Projekte und Pläne. Wenn es dann um Details geht, teilen wir uns auf und jeder erledigt sein Spezialgebiet. Am Ende fügen wir die Einzelteile zusammen. Viele Ideen kommen uns auf Spaziergängen und Reisen, daher sind wir viel unterwegs. Das schöne ist ja, unser Arbeitsplatz ist in unserem Kopf. Den haben wir meistens dabei. Dann brauchen wir nur noch Laptops und mobile Telefone und schon können wir loslegen. Für einige Arbeiten wie Eigenproduktionen mit Musikern, für eigene Hörbücher oder Live-Abende sind wir natürlich auch mal an Orte gebunden. Aber wir sind ja gerne dort, wo wir sind.

Welche Bedeutung hat Berlin für TEXT IMAGE MUSIC?

Wir sind nicht in Berlin, weil das momentan schick ist, sondern weil ich hier geboren bin und immer noch sehr gerne hier lebe. Diese Balance aus Kultur und Natur ist einfach schön. In wenigen Städten kann man tagsüber Segeln oder im Wald wandern gehen und abends in ein erstklassiges Theater, in die Philharmonie oder in Off-Clubs abtauchen. Das kulturelle Leben ist sehr vielfältig, viele verschiedene Szenen sind hier räumlich sehr nahe beisammen, das macht uns das Entdecken leichter. Auch übt die Stadt scheinbar eine Anziehungswirkung auf viele interessante Menschen und Kulturschaffende aus. Das ist sehr praktisch, weil wir nicht jedes Wochenende irgendwo hinfliegen müssen. Das wäre auch ökologisch gesehen totaler Unsinn. Teile der kreativen Welt kommen sozusagen zu uns nach Berlin.

Welche Zukunft schwebt Dir für TEXT IMAGE MUSIC vor?

Wir werden definitiv unabhängig bleiben. Dass bedeutet, niemals an die Börse zu gehen, oder an Großinvestoren unsere Unabhängigkeit und Unschuld zu verlieren. Dann hoffe ich, dass wir gesund und natürlich wachsen können, um unser Team zu vergrößern und Arbeitsplätze zu schaffen, um noch mehr Projekte realisieren zu können. Wachstum ist allerdings nicht das höchste Maß aller Dinge, denn dieses Maß führt Menschen weltweit in viele Schwierigkeiten. Wir wollen der Kultur dienen, da wir von Kultur profitieren. Nur so funktioniert Kultur. Ich träume davon, eine TEXT IMAGE MUSIC Stiftung zu gründen, mit der wir jedes Jahr drei Künstlern in drei Bereichen ein Stipendium geben, sowie mit unseren Erfahrungen im Kulturunternehmertum und natürlich mit unseren Kontakten weiterhelfen können. Dann könnten jedes Jahr zum Beispiel eine Lyrikerin, ein Maler und eine Komponistin an ihren Projekten arbeiten, von uns betreut, und zum Jahresende präsentieren sie ihre Projekte. Wer bei uns einkauft und uns unterstützt, investiert auch in diese Träume. TEXT IMAGE MUSIC ist philanthropisch und Gewinnüberschüsse geben wir der Gesellschaft zurück.

Kann Kultur die Welt verändern oder gar verbessern?

Kultur ist an sich neutral, wird aber von Menschen betrieben und kann daher für sehr gute oder sehr schädliche Zwecke eingesetzt werden. Es gibt die Kultur des Völkermords ebenso wie die Kultur der Vernunft und des Friedens. Ich glaube an das Gute im Menschen, also an die Fähigkeit Vernunft zu entwickeln – wenn man die Augen für die Freuden im Leben öffnen kann. Ich kann und will mir nicht anmaßen für andere Menschen zu bestimmen, was Glück und Zufriedenheit zu bedeuten hat, aber wer kann abstreiten, dass Liebe, Zeit, Gesundheit, Freiheit und Friede mit sich selbst zu den schönsten Zutaten des Glücks zählen? Kultur in Form von Büchern, Gemälden, Filmen oder Musikstücken kann Menschen die Augen für diese sehr einfachen Glückszustände öffnen. Man kann die Welt nicht gleich im Ganzen verbessern. Das kann einer unmöglich. Man kann nur sich verbessern, ehrlicher zu sich selbst sein, die Umwelt, Kinder und nachfolgende Generationen respektieren, seine eigenen Träume befolgen, solange man keinem damit schadet, sich selbst entdecken und erkunden und damit andere inspirieren. Dann hat man die Welt schon viel zum Besseren verändert.

TEXT IMAGE MUSIC steht für anspruchsvolle Kultur. Wie stehst Du zur Debatte um Hoch- oder Leitkultur?

Kultur ist für jeden da. Unser Qualitätsmaß ist natürlich subjektiv und wir maßen uns auch keine allgemeinen Urteile an. Nur weil wir etwas nicht im Store führen, heißt nicht, dass es schlecht oder uninteressant ist. Unser Repertoire im Store speist sich aus den Kulturgütern, die wir für schön und frei empfinden, dass heißt schön im Ausdruck und frei von obsessiver Fixiertheit auf Verkaufschancen. Natürlich ist niemand zu 100 Prozent frei. Wir müssen im Supermarkt mit Geld bezahlen, genau wie Autoren, Regisseure oder Musiker, die von ihrer Kunst leben möchten. Es gibt allerdings zwischen radikaler Weltverweigerungshaltung und radikalem Seelenverkauf noch einen Mittelweg: Kunst- und Kulturunternehmertum als Mittelstand. Wir sind für den Mittelweg und unterstützen auch gerne Künstler, die auf einer ähnlichen Schiene fahren. Zu viel Geld verdirbt eh den meisten die Kreativität und den Schaffensdrang. Aber um noch mal auf die Hochkultur sprechen zu kommen, vieles ist einfach eine Frage der Berührungsangst. Jeder kann so genannte Hochkultur genießen, wenn man nur richtig an sie heran geführt wird. Trotzdem gehe ich nicht in Turnschuhen in ein klassisches Konzert. Das ist einfach ein Zeremoniell. Es hat gar nicht so sehr mit den Schuhen zu tun, sondern damit, sich bewusst auf das Konzert vorzubereiten, sich zu konzentrieren und sich für ein paar Großmeister wie Bach, Ravel oder Beethoven schick zu machen. Einige dieser großen Komponisten haben ja zu Lebzeiten wenig Respekt entgegengebracht bekommen. Allerdings finde ich auch solche Leute langweilig, die nur in die Oper gehen. Man sollte offen sein und viel ausprobieren, ohne Vorurteile. Das ist der hohe Stil.

Wie balanciert TEXT IMAGE MUSIC Kunst und Kommerz?


Es widerspricht nicht dem Freiheitsgedanken der Kunst, dass man sie gegen Geld weitervermittelt und somit dem Künstler das Weiterarbeiten ermöglicht. Wenn „Künstler“ allerdings Kunst scheinbar nur fürs Geld machen, führen wir sie nicht in unserem Repertoire.

Warum ist es wichtig, Musik legal runterzuladen und keine unerlaubten Kopien weiterzugeben?


Musik wird von Menschen gemacht, die Zeit und Geld für Ausbildung, Equipment, Studiomieten und generell fürs Essen und Warmwasser ausgegeben haben, um diese Aufnahmen zu machen. Es geht darum, ihnen ein fokussiertes Weiterarbeiten zu ermöglichen. Wer mp3s gebrannt oder überspielt bekommt, soll sie ruhig genießen. Wer sie aber weitergeben möchte, der sollte doch bitte die Stücke online kaufen, dann kann er sie mit gutem Gewissen weiterverschenken. So würde das System funktionieren.

Warum haltet Ihr Plattformen wie TEXT IMAGE MUSIC so wichtig für die Kulturlandschaft?

Was die Musik angeht: die Zeit der großen Plattenfirmen ist vorbei, sie werden an ihrer Arroganz gegenüber der Musik und an ihrem schlechten Geschmack zugrunde gehen. Ihre einzige Daseinsberechtigung gab es im physikalischen Tonträgerzeitalter, als nur große Stückzahlen profitabel zu produzieren waren. Da waren die Majors eine Art Bank, die in Künstler investiert haben, um Rendite zu machen. Heute ist es kaum noch ein Risiko, von einigen MB Speicherplatz auf einem Server mal abgesehen, ein Musikstück oder ein Album zu veröffentlichen. Neue Künstler müssen ja auch nicht gleich ihr Debütalbum in luxuriösen Studios aufnehmen. Für 2.000 Euro kann man heute schon Equipment für gute Demoaufnahmen kaufen, die man übers Netz verkaufen kann, bis genug Geld für bessere Studioaufnahmen da ist und so weiter. Das bisschen Startkapital kann man sich mit Jobs erarbeiten oder am besten gleich mit Gigs. Es leben die kleinen Labels, unabhängige Promoter und Marketingagenturen, die von Musikern oder Bands engagiert werden können.

Wie wird sich der Musikmarkt durch digitale Verkaufsplattformen verändern?

Auf jeden Fall radikal, aber in welche Richtung ist noch schwer abzusehen. Entweder akzeptieren Musikliebhaber, dass sie für mp3s Geld ausgeben müssen, weil besonders die Musiker am Anfang ihrer Karriere sonst nicht weiterarbeiten können. Oder es werden eines Tages alle mp3s frei verfügbar sein und Musiker werden nur noch durch Auftritte und Werbung für Autos oder Aftershave Geld bekommen können. Wer also von seiner Lieblingsband nicht in jeder Werbepause genervt werden möchte, der sollte für Musik aus dem Netz zahlen, viel ist es ja nicht.

Zuletzt die Frage: Beat Gloors Hörbuch staat sex amen kann zu einem frei wählbaren Preis runtergeladen werden. Welchen Preis hältst Du für angemessen?

Das kommt ganz auf den Hörer drauf an, die finanzielle Situation und den Geschmack. Ein oder zwei Euro wird nun wirklich jeder Downloader für Kultur übrig haben, der sich auch einen Flatrate-Internetanschluss leisten kann. Schüler und Studenten vielleicht zwei bis vier Euro, Menschen mit richtigem Einkommen gerne mehr. Je nachdem, wie viel ihnen diese Art von Hörbuchkultur Wert ist.